Cap Formentor

Jeder, der im Anflug auf Mallorca aus dem Fenster des Flugzeugs blickt, kann ihn schon von weitem erkennen: Der Leuchtturm am Cap Formentor markiert den nördlichsten Punkt der Baleareninsel. Gleichzeitig ist er eines der beliebtesten Ausflugsziele unter den Inseltouristen und das aus gutem Grund. Schließlich ist bereits die Anfahrt von Port de Pollenca aus über die Landzunge eine Sensation für sich. Sie führt durch eine malerische Gebirgslandschaft und eröffnet immer neue Blicke auf die skurril geformte Felsenküste. Die mächtigen Kräfte von Wind und Wasser modellierten über Jahrhunderte die heutige Gestalt der mallorquinischen Nordküste. Unter den Einheimischen ist deshalb der Spitzname Treffpunkt der Winde für das Kap gebräuchlich.

Leuchtturm an der Nordspitze

Seit dem Jahr 1982 ziert der prachtvolle Leuchtturm die Spitze der nördlichsten Spitze Mallorcas. Aus dem gleichen Jahr stammen auch die Mauern, Treppen sowie die umliegenden Wege. Direkt am Leuchtturm bewirtet eine kleine Gaststätte die Besucher mit einer Auswahl an Getränken und Speisen. Höchster Punkt an der Steilküste bildet der Berg Fumart, dessen Spitze 384 Meter über den Meeresspiegel ragt. Bei klarem Wetter kann man von hier aus bis hinüber auf die Nachbarinsel Menorca sehen.

Tipp der Redaktion: Die große Beliebtheit des Kaps unter den Touristen führt während der Sommermonate immer wieder zu Staus auf der einzigen Zugangsstraße. Deshalb ist es empfehlenswert, den Leuchtturm bereits in den frühen Morgenstunden oder aber am späten Nachmittag zu besuchen. Dann geht es am Kap und auf der Panoramastraße bedeutend ruhiger zu und die herrlichen Ausblicke lassen sich in der Stille genießen. Vor 10 Uhr besteht sogar die Chance, in den Genuss einer der wenigen kostenlosen Parkplätze direkt am Leuchtturm zu kommen. Generell gilt: Lieber so früh wie möglich den Leuchtturm besuchen und die Aussichtspunkte entlang der Straße für die Rückfahrt aufsparen.

Anfahrt mit Aussicht

Jahr für Jahr drängen sich die Mietwagen der Inselbesucher über die Straße zwischen Port de Pollenca und dem Cap Formentor. Die Wegstrecke entstammt der Hand des italienischen Ingenieurs Antonia Paretti, der sie nahtlos in die umliegende Landschaft integrierte. Unterwegs begegnen den Reisenden neben der traumhaft schönen Gebirgslandschaft immer wieder lohnenswerte Zwischenstationen wie die Buchten Cala Pi de la Posada, Cala Figuera und Cala Murta oder der Aussichtspunkt Mirador de Mal Pas. Übrigens sollte man die Fahrzeit über die bergige Straße nicht leichtfertig unterschätzen. Den Leuchtturm trennen zwar nur 18 Kilometer von Port de Pollenca, doch selbst bei guten Verkehrsverhältnissen und ohne Zwischenstopps ist die Strecke nicht unter einer halben Stunde zu schaffen.

Cala Pi de la Posada

Mit ihrem feinen, weißen Strand und dem türkisfarbenen Wasser lässt die Bucht Cala Pi de la Posada echtes Karibikflair aufkommen. Der Küstenabschnitt gilt als einer der schönsten Badestrände auf der gesamten Insel Mallorca. Von der malerischen Umgebung inspiriert, ließ der Kunstliebhaber Adán Diehl im Jahre 1928 an dieser Stelle das Hotel Formentor erbauen. Seither hat sich das Hotel einen internationalen Ruf erarbeitet und ist das Reiseziel vieler wohlhabender Gäste. Da die direkte Zufahrt zum Strand gesperrt ist, müssen Mietwagen auf dem etwas weiter entfernten Parkplatz kostenpflichtig abgestellt werden.

Mirador de Mal Pas

Der beliebte Aussichtspunkt Mirador de Mal Pas ist auch unter dem Namen Mirador d´es Colomer bekannt, da er einen direkten Blick auf die kleinen Felseninsel Colomer eröffnet. An dieser Stelle fällt die Steilküste abrupt über 200 Meter ins Meer ab und ermöglicht es, die kleine Felseninsel mit dem Fotoapparat gekonnt in Szene zu setzen. Über verschiedene Plattformen lassen sich immer neue Blicke auf die Küste und die Weiten des Mittelmeers entdecken. Kleine Wege und Treppen verbinden die Plattformen untereinander. Eine schmale Straße führt zu einem weiteren Highlight der Panoramastraße, dem alten Piratenturm Talaia d´Albercutx.

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